Insektenvielfalt im Kleingarten – Ein Platz für Tiefbauexperten

Insektenvielfalt im Kleingarten – Ein Platz für Tiefbauexperten

Gartentipps von Carsten Scharwei aus dem KGV an der Römerstraße e.V.

Die beste Gestaltung mit Futterpflanzen nützt natürlich nur wenig, wenn nicht auch der passende Lebensraum im Garten zur Verfügung steht. Und hier haben die Wildbienen recht unterscheidliche Anforderungen.

Der mit Abstand größte Teil der Wildbienenarten legt seine Nistplätze im Boden an. Oftmals bevorzugt werden dafür trockene und nur wenig bewachsene Flächen in eher sandigem Substrat, die gut besonnt sind.

Hierfür haben wir ein ehemaliges Kräuterhochbeet zu einem mageren Sandbeet mit einem  dekorativem Totholzstamm umgestaltet. Da das Beet erst seit knapp einem Jahr sein Gesicht verändert hat, warten wir noch auf den Einzug der entsprechenden Mieter.

Mit relativ einfachen Mitteln können Sie etwas für Sand-, Seiden- oder Furchenbienen tun:

  • Legen Sie einen kleinen Sandhügel an einem sonnigen Standort an, der zur Befestigung locker mit Pflanzen für magere und trockene Standorte bewachsen ist, die gleichzeitig als Nahrung dienen
  • Alternativ können Sie einen Sandhaufen auch mit Kieselsteinen stabilisieren
  • Entfernen Sie auf einem Teilstück Ihres Gartens regelmäßig die Pflanzen, um vegetationsfreie Flächen von mind. 1m² Größe anzulegen
  • Schaffen oder bewahren Sie offene Sand- und Lehmflächen, die vor Regen geschützt sind, z.b. unter Dachvorsprüngen
  • Achten Sie bei gepflasterten Flächen auf breite Fugen, die mit Sand gefüllt sind.
Fähigkeiten

Gepostet am

6. Juli 2026